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Bündnis der

universitären und außeruniversitären Biodiversitätsforschung Deutschlands

Seit 2018 dient das Bündnis der universitären und außeruniversitären Biodiversitätsforschung in Deutschland als Plattform für die deutsche akademische Biodiversitäts-Community und veröffentlicht regelmäßig gemeinsam entwickelte Positionen und Lösungsansätze. Das Bündnis ist eine Anlaufstelle für Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Es treibt zentrale Themen der Biodiversitätsforschung voran, wie zum Beispiel den Umgang mit digitalen Sequenzinformationen – DSI.

Was ist DSI? 

„Digitale Sequenzinformationen“ (Digital Sequence Information, DSI) ist ein künstlich geschaffener Sammelbegriff, der durch politische Prozesse und internationale Verhandlungen geprägt wurde und dem sowohl eine einheitliche wissenschaftliche als auch eine rechtliche Definition fehlt. Im weiteren Sinne umfasst DSI verschiedene Kategorien molekulargenetischer Daten sowie daraus abgeleitete Informationen über die Struktur, Zusammensetzung und Wechselwirkungen biologischer Moleküle (z. B. Proteine). Diese Daten werden in zahlreichen Disziplinen der Biologie, der Lebens- und Humanwissenschaften sowie in der Landwirtschaft und der pharmazeutischen Forschung erzeugt und genutzt. Ihre Analyse trägt nicht nur wesentlich zum Verständnis der molekularen Grundlagen lebender Organismen und des Ursprungs des Lebens bei, sondern ist auch von entscheidender Bedeutung für Innovationen in der Biodiversitätsforschung und im Naturschutz, der Biomedizin, der pharmazeutischen Entwicklung sowie der Landwirtschaft.

Wie sollte mit DSI umgegangen werden?

Der offene, freie und uneingeschränkte Zugang zu digitalen Sequenzinformationen (DSI) muss erhalten bleiben. Die mögliche Regulierung des Zugangs zu DSI wird derzeit noch auf internationaler Ebene diskutiert. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Ausgestaltung eines Mechanismus zum Vorteilsausgleich (Benefit Sharing) erforderlich, der verbindlich, praktikabel und für alle Nutzenden offen ist. Dieser Mechanismus muss unabhängig von nationalen Rechtsvorschriften funktionieren.

Unser Beitrag

Seit 2018 organisiert das Bündnis Fachdiskussionen und hat das deutsche Nagoya-Protokoll-Beratungs- und Unterstützungsprojekt ins Leben gerufen – eine Anlaufstelle für die akademische Gemeinschaft zu Fragen des Zugangs zu genetischen Ressourcen und der gerechten Ausgleich der daraus entstehenden Vorteile (Access and Benefit-Sharing, ABS).

Die Allianzpartner sind seit Jahren im Bereich ABS aktiv.

Wir verfolgen den internationalen Verhandlungsprozess im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) und beteiligen uns mit Stellungnahmen und fachlichen Bewertungen.

Unsere Partnerschaft orientiert sich am Rahmenwerk der CBD, legt ihren Fokus jedoch auf Aktivitäten in Deutschland.

Wir setzen uns für freien, fairen und offenen Zugang zu DSI sowie für eine davon entkoppelte Vorteilsaufteilung im Rahmen eines multilateralen Mechanismus ein.

Die Koordination der Allianz ist am Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung (MfN) angesiedelt.

Produkte

EINGABE

2026

The Alliance jointly with CETAF 

Submission to the “evaluation of  the EU ABS Regulation (EU) No 511/2014, the use of genetic resources and the sharing of benefits arising from their use – evaluation of EU rules”.

Berlin. 2 Seiten.

PRÄSENTATION

2025

DSI-Datenbanken Impulsvortrag

Gatersleben. 24 Seiten.

EINGABE

2024

The Alliance jointly with CETAF MNHN SPNHC

Submission on CBD Notification 2024-115

Berlin. 1 Seite.

EINGABE

2024

The Alliance jointly with CETAF, CRBIO, EPSO, ERGA, MNHN, SPNHC

Submission on CBD Notification 2024-114

Berlin. 5 Seiten.

STELLUNGNAHME

2024

Maintain open, free and fair access to DSI to harness technological innovation for new solutions to global challenges

Bündnis der universitären und außeruniversitären Biodiversitätsforschung Deutschlands

Berlin. 3 Seiten.

EINGABE

2023

Submission of views on issues for further consideration for digital sequence information on genetic resources

Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität, Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland (VBIO), Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen (DNFS) und Vier Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

Berlin. 6 Seiten.

EINGABE

2021

Joint submission of views on document CBD/WG2020/3/4 “Digital sequence information on genetic resources”

Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen (DNFS), Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland (VBIO) und Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität

Berlin, München, Braunschweig. 17 Seiten.

The Alliance

of University and Non-University Biodiversity Research in Germany

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